{"id":1246,"date":"2021-05-16T10:00:00","date_gmt":"2021-05-16T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/?p=1246"},"modified":"2021-05-16T16:37:13","modified_gmt":"2021-05-16T16:37:13","slug":"jan-croonenbroeck-studienleiter-und-kapellmeister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/?p=1246","title":{"rendered":"Jan Croonenbroeck ~ Studienleiter und Kapellmeister"},"content":{"rendered":"\n<section id=\"kuenstler-bio\" class=\"section\">\n<div class=\"o-grid o-grid--center\">\n<div class=\"o-grid__col u-6\/12@sm u-order-minus1@sm u-mt--unit u-mt--none@sm u-mr--double@sm\">\n<p style=\"text-align: center;\">Ich habe Jan Croonenbroeck bei meiner Arbeit in Darmstadt kennengelernt, wo er seit 2018 Studienleiter und Kapellmeister am Staatstheater ist. Jan stammt aus M\u00fcnster und ist nicht nur im Opernbereich t\u00e4tig, sondern auch Organist und musikalischer Leiter des Ensembles Seicento Vocale. Vor seiner jetzigen T\u00e4tigkeit arbeitete Jan an der Oper Stuttgart und am Staatstheater N\u00fcrnberg und war auch bei den Bayreuther Festspielen t\u00e4tig. Seit er in Darmstadt ist, hat Jan viele Vorstellungen dirigiert, darunter <em>Un Ballo in Maschera, Die Zauberfl\u00f6te, Lucia di Lammermoor <\/em>und das Musical<em> Kiss Me Kate.\u00a0<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section id=\"kuenstler-termine\" class=\"section\"><\/section>\n<p style=\"text-align: center;\"><i>F\u00fcr die englische Version, bitte <a href=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/?p=1253\">hier<\/a> klicken. Deutsche Version mit Sonja B\u00fchling.<\/i><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"748\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/thumbnail_Jan-Croonenbroeck-Weiler-Artists-Management-Berlin.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1249\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/thumbnail_Jan-Croonenbroeck-Weiler-Artists-Management-Berlin.png 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/thumbnail_Jan-Croonenbroeck-Weiler-Artists-Management-Berlin-300x300.png 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/thumbnail_Jan-Croonenbroeck-Weiler-Artists-Management-Berlin-150x150.png 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/thumbnail_Jan-Croonenbroeck-Weiler-Artists-Management-Berlin-400x399.png 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/thumbnail_Jan-Croonenbroeck-Weiler-Artists-Management-Berlin-430x429.png 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/thumbnail_Jan-Croonenbroeck-Weiler-Artists-Management-Berlin-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Copyright: Ludwig Olah<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Man merkt mit den unterschiedlichen S\u00e4nger*Innen, dass sie aus sich heraus, aus ihrem Charakter, unterschiedliche Energien mitbringen und damit arbeiten.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Wenn du nicht in der Oper arbeiten w\u00fcrdest, welchen Beruf w\u00fcrdest du gerne aus\u00fcben?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich glaube, ich w\u00e4re Lehrer geworden, f\u00fcr Musik und Deutsch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Wenn du mit einer ber\u00fchmten Person aus der Geschichte zu Abend essen k\u00f6nntest, wen w\u00fcrdest du w\u00e4hlen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich glaube Bach oder Bernstein. Oder beide zusammen \u2013 das w\u00e4re auch interessant. Ich frage mich, ob dann genug Platz f\u00fcr beide w\u00e4re. Vielleicht doch lieber separat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hast du ein Lieblingsinstrument?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Intuitiv w\u00fcrde ich Cello sagen, aber ich habe es nie weiter verfolgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Lieblingsoper?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schnell gesagt vielleicht <em>Peter Grimes<\/em>. Es gibt ein gutes Dutzend Opern, die ich unglaublich gerne mag. Auf jeden Fall <em>Peter Grimes<\/em>, <em>Jenufa<\/em> ist dabei, und auch <em>Elektra<\/em>&nbsp;und <em>Salome<\/em>.<\/p>\n<p>Bei <em>Peter Grimes<\/em> und <em>Jenufa<\/em>&nbsp;ist es nicht diese bekannte Dreiecksliebe-Eifersuchtsgeschichte. Es ist auf eine Art und Weise eine Handlung, die mir relevanter vorkommt als in anderen Opern. Und noch dazu ist die Musik unglaublich stark.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Lieblingskomponist?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war f\u00fcr lange Zeit Mahler. Aber irgendwie, seitdem ich in der Oper zu tun habe, habe ich mit Mahler nur noch wenig zu tun und er ist mir aus dem Blickfeld geraten. Mittlerweile sind es mehr die gro\u00dfen &#8216;Br&#8217; der Musikgeschichte: Britten und Brahms.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"678\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-3.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1250\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-3.jpeg 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-3-300x271.jpeg 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-3-400x362.jpeg 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-3-430x389.jpeg 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-3-150x136.jpeg 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-3-100x90.jpeg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Jan Croonenbroeck dirigiert die Generalprobe zum Schul- und Familienkonzert mit Brittens \u201eYoung Person\u2019s Guide to the orchestra\u201c mit dem Staatsorchester Darmstadt und Sch\u00fcler*innen des Goethe-Gymnasiums Bensheim. Copyright: Stephanie Werner<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><em>Wie bist du zur Oper gekommen und warum hast du dich daf\u00fcr entschieden, das als Beruf auszu\u00fcben?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz sicherlich entscheidend war, dass ich in der Schule in der f\u00fcnften Klasse im Kinderchor mitgesungen habe. Die Schule wurde gefragt, ob sie den Kinderchor bei <em>Carmen<\/em> im Stadttheater machen wollen, und das war mein Kennenlernen mit Oper. Da habe ich auf jeden Fall Blut geleckt. Wir haben <em>Carmen<\/em> gemacht und <em>La Boh\u00e8me<\/em> und <em>Evita<\/em> und <em>Jeanne d`Arc au b\u00fbcher<\/em> von Honegger. Und als Pendereckis <em>Paradise Lost<\/em> geprobt wurde, habe ich erst noch mitgeprobt, war dann aber leider im Stimmbruch. Ich habe aber trotzdem bei den Proben zugeschaut, weil mich die Klavierproben schon so begeistert haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich war total begeistert von dieser Theaterwelt, deswegen fand ich es so schade, als ich in den Stimmbruch kam. Ich habe damals sogar dem GMD<sup>1<\/sup>, Will Humburg, einen Brief geschrieben und gefragt, ob ich hospitieren d\u00fcrfte bei seinen Proben. Direkt beim ersten Abend, es war die Generalprobe von <em>G\u00f6tterd\u00e4mmerung<\/em>, hat er mir erlaubt, im Orchestergraben zu sitzen. Da war ich 13 Jahre alt und sa\u00df da mit einer gro\u00dfen Partitur, die ich aus heutigen Gesichtspunkten eigentlich gar nicht richtig lesen konnte, sa\u00df da im Orchestergraben und war einfach hin und weg von dieser Harmonik und allem um mich herum. Wie der Laden funktioniert und wie der Dirigent alle F\u00e4den zusammenh\u00e4lt habe ich dann weiterbeobachtet und wusste, dass ich auch mal im Theater arbeiten will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann habe ich erst einen Umweg \u00fcber die Orgel gemacht. Ich fand Orgel vom Klangspektrum immer spannend. Ich habe dann erstmal angefangen, Kirchenmusik zu studieren, weil ich dachte, dass das eine gute Grundlage f\u00fcr das Dirigieren ist, dass man erstmal viel gelernt hat und vielleicht auch ein bisschen \u00e4lter als 18 ist, bevor man sich vor ein Profiorchester zu stellt. Mein Traum war immer, im Theater Dirigent zu sein. Dann habe ich Orchesterdirigieren studiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was bedeutet die Rolle des Studienleiters<sup>2<\/sup> und warum wolltest du sie machen? <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich fand es immer total wichtig, dass der Dirigent wirklich den Betrieb und alle Aufgaben kennt. Nur dann kann er sagen, warum was wie gemacht werden soll, wenn er auch wirklich eine Ahnung davon hat. Ich habe das Gef\u00fchl, als Repetitor lernt man die Opern sehr gr\u00fcndlich, und ich wei\u00df nicht, wie das Leute machen, die nicht vorher Korrepetitoren waren. Das ist wahrscheinlich eine ganz andere Art, St\u00fccke zu lernen. Ich bin froh, m\u00f6glichst viel Repertoire als Korrepetitor zu lernen. Ein Reiz an der Stelle als Studienleiter ist nat\u00fcrlich, dass ich delegieren und dadurch ein bisschen mitgestalten kann, was meine Aufgaben sind.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was gef\u00e4llt dir an der Arbeit mit S\u00e4nger*Innen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich finde, bei der Arbeit mit S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern ist es total spannend, die selbe Rolle mit zwei verschiedenen gemacht zu haben. Ich bin kein Gesangslehrer. Die S\u00e4nger*Innen m\u00fcssen einen gro\u00dfen Teil ihrer Arbeit mit der Stimme selbst machen. Es gibt sicherlich Korrepetitoren, die technisch viel mehr sagen. Das mache ich weniger. Man merkt mit den unterschiedlichen S\u00e4nger*Innen, dass sie aus sich heraus, aus ihrem Charakter, unterschiedliche Energien mitbringen und damit arbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich wissen die ja, was der Dirigent oder der Regisseur braucht, das ist spannend- vor allem im Bereich der Kommunikation. Die Kommunikationsarbeit gef\u00e4llt mir, &nbsp;jetzt noch mehr als Studienleiter als zuvor als Repetitor. Wie sehr man gezwungen ist, mit ganz anderen Bereichen zu kommunizieren, mit ganz anderen Abteilungen. Aber nat\u00fcrlich sind die S\u00e4nger diejenigen, mit denen man am engsten zu tun hat, und da finde ich es fast schade, dass ich jetzt weniger Einzelcoachings mache. Daf\u00fcr bin ich aber auch froh, dass ich stattdessen dirigiere. Die Kombination \u201eStudienleiter und Kapellmeister<sup>3<\/sup>\u201c ist genau die Erfahrung, die ich derzeit machen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-1024x682.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1247\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-1024x682.jpeg 1024w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-750x500.jpeg 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-400x267.jpeg 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-430x287.jpeg 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-150x100.jpeg 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1-100x67.jpeg 100w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Jan Croonenbroeck beim Proben vom Cembalo aus im Rahmen von Aufnahmesitzungen mit Seicento Vocale. Copyright: Winfried Hyronimus<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Wichtig beim allerersten Nachdirigieren ist, den Laden nicht zu verwirren, sondern das ganze Schiff unfallfrei nach Hause zu bringen&#8230;Wenn das Tempo l\u00e4uft, muss man generell ein Gef\u00fchl daf\u00fcr haben, wann sie einen Dirigenten brauchen und wann nicht und dann auch wissen: was will ich noch beitragen?<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Wie siehst du die Balance zwischen Dirigent und Studienleiter? W\u00fcrdest du in Zukunft lieber mehr von dem einen machen oder diese Mischung beibehalten wollen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist eine Herausforderung, dem gerecht zu werden, den hohen Anspr\u00fcchen, die man sich selbst stellt. Eigentlich sollte der Studienleiter jedes St\u00fcck am Klavier darstellen k\u00f6nnen, und das habe ich mittlerweile, glaube ich, gut raus. Aber ich kenne nat\u00fcrlich nicht jedes Werk gleich gut. Im laufenden, t\u00e4glichen Probenbetrieb, mit gleichzeitigen Umbesetzungen von Wiederaufnahmen oder spontanen Umbesetzungen bei Krankheitsausf\u00e4llen, kann man nicht \u00fcberall mitmischen wollen. Daf\u00fcr gibt es ja ein Team aus talentierten, erfahrenen und motivierten Kollegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin froh \u00fcber jedes St\u00fcck, das ich hier dirigieren kann, und bei denen, die ich \u201enur\u201c spiele, hoffe ich, dass ich sie so lerne, dass es mir hilft wenn mir dieselben hoffentlich irgendwo anders im Berufsleben wieder begegnen werden. Mit dieser Balance bin ich erstmal zufrieden, auch mit der Entwicklung davon. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wie lange es weitergehen kann. Es gibt weitere Ziele, noch mehr zu dirigieren, und irgendwann wird sich zeigen, was langfristiger die richtige Position f\u00fcr mich ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was sind die Schwierigkeiten beim Nachdirigieren?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl jedes St\u00fcck bestimmt anders klingt, wenn ein anderer Dirigent es macht, hat mein Professor f\u00fcr mein allererstes Nachdirigat an der Hochschule gesagt, er bittet mich, seine Tempi zu \u00fcbernehmen und nicht gro\u00df meine eigene Kunst zu machen, wie z.B. neue ritardandi zu erfinden oder so etwas. Und pragmatisch gesehen stimmt das nat\u00fcrlich. Wichtig beim allerersten Nachdirigieren ist, den Laden nicht zu verwirren, sondern das ganze Schiff unfallfrei nach Hause zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die sicherste Art ist es, alles m\u00f6glichst exakt so zu machen wie der musikalische Leiter der Premiere. Und das wird auf jeden Fall ein guter Weg durch die Vorstellung sein, weil das Orchester total trainiert auf diese Tempi und auf diese \u00dcberg\u00e4nge ist. Das studiere ich dann alles im Video von der Dirigentenkamera. Die \u00dcberg\u00e4nge sind das Wichtigste, dass man die wirklich klar anzeigt. Wenn das Tempo l\u00e4uft, muss man generell ein Gef\u00fchl daf\u00fcr haben, wann sie einen Dirigenten brauchen und wann nicht und dann auch wissen: was will ich noch beitragen? Vielleicht sehe ich die Phrasierung oder den Spannungsablauf anders und will, dass es l\u00e4nger leise bleibt oder so etwas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das geht nur mit Vertrauen in die nonverbale Kommunikation. Ich bin sehr froh, dass ich das Gef\u00fchl habe, dass wir uns hier in Darmstadt ganz gut verstehen beim Musik machen! Dirigieren kann man nur lernen, wenn man das oft macht und dadurch immer freier und eigenst\u00e4ndiger wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Welchen Rat w\u00fcrdest du Kollegen geben, die in deine Position kommen wollen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich glaube, ich habe keinen guten Rat dazu. Wenn man das unbedingt machen will, dann soll man es einfach irgendwie tun. Man sollte daf\u00fcr ein guter Repetitor sein, auch ein guter Dirigent, und Organisationsf\u00e4higkeiten mitbringen. Aber ich glaube, es gibt sehr verschiedene Arten, auf diesem Feld zu \u00fcberzeugen. Es gibt verschiedene, individuelle Profile eines Studienleiters.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt manche, die sehr k\u00fcnstlerisch ambitioniert sind und weniger organisieren. Oder es gibt die, die viel akribischer organisieren und das Klavierspielen eher delegieren. Und keiner dieser Wege ist falsch. Es ist die Frage, was das Team im Theater gerade braucht und wo man damit hin will.&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Du warst fr\u00fcher Organist &#8211; wie ich. Wie hat Dir das f\u00fcrs Musikmachen geholfen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich wollte eigentlich immer etwas mit Orchestermusik zu tun haben wollen und die Orgel ist auf eine Weise ein riesiges Orchesterimitat. In gewissen Stilen hat man quasi Aufgaben wie ein Dirigent mit einem gro\u00dfen Orchester. Man vergleicht ja auch gerne Sinfonien von Bruckner mit Orgelwerken. Da muss man sich \u00fcber Klangfarben und das Finden der richtigen Balance und Registrierung Gedanken machen, wie wenn man als Dirigent die Partitur anschaut. Ich glaube, da gibt es eine gro\u00dfe Schnittmenge zwischen Dirigieren und Orgel spielen.<\/p>\n<p>Ich spiele total gerne Orgel, aber wenn ich das vergleiche, empfinde ich einen gr\u00f6\u00dferen Reiz an unserer Arbeit im Theater, da wir im Endeffekt alles gemeinsam im Teamwork gestalten. Das ist zwischendurch Segen und Fluch \u2013 aber am Ende steht immer ein gemeinsames Ergebnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1251\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43.jpeg 800w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43-750x500.jpeg 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43-400x267.jpeg 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43-430x286.jpeg 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43-150x100.jpeg 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/2-format43-100x67.jpeg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption>Christian Thielemann. Foto: Rikimaru Hotta<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Thielemann hat \u201eTristan\u201c und \u201eLohengrin\u201c auswendig dirigiert und geprobt und dabei jedes Wort mitsprechen k\u00f6nnen. Dieses Wissen ist unglaublich faszinierend und war toll mitzuerleben.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>In 2018 hast du \u201eLohengrin\u201c bei den Bayreuther Festspielen mit Christian Thielemann gemacht. Was hast du da gelernt?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist so faszinierend, wenn das Orchester so hochkar\u00e4tig besetzt ist und der Dirigent die St\u00fccke in- und auswendig kann. Thielemann hat \u201eTristan\u201c und \u201eLohengrin\u201c auswendig dirigiert und geprobt und dabei jedes Wort mitsprechen k\u00f6nnen. Dieses Wissen ist unglaublich faszinierend und war toll mitzuerleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war \u00fcberraschend f\u00fcr mich, dass einzelne Solisten in Hauptrollen erst viel sp\u00e4ter dazukommen und dann szenisch das \u00fcbernehmen, was ihr Proben-Cover davor mit dem Regisseur erarbeitet hat. Das war wohl zumindest in fr\u00fcheren Zeiten in Bayreuth streng verboten. Ich glaube, dabei gibt es in Bezug auf Team-Building einen Verlust und sicherlich verliert man auch auf der Regieseite.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf musikalischer Seite war es bereichernd, mit so vielen hervorragenden Korrepetitoren und Assistenten aufeinander zu treffen, meist Korrepetitoren&nbsp; oder Studienleiter von anderen H\u00e4usern. Und es war beeindruckend wie Stars sp\u00e4ter anreisen und sich sofort einf\u00fcgen k\u00f6nnen. Ein erfahrener Dirigent wie Thielemann wei\u00df genau, wann er wie wem helfen kann, und helfen muss. Das hat mir sehr imponiert. Ich m\u00f6chte unbedingt bei n\u00e4chster Gelegenheit wieder auf den Gr\u00fcnen H\u00fcgel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Du hast auch in Baden-Baden mit Simon Rattle gearbeitet. Was hast du dort gemacht?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das war \u201eLa damnation de Faust\u201c von Berlioz. Als ich noch Chorassistent in Stuttgart war, wurde der Staatsopernchor angefragt, den Chorpart bei zwei konzertanten Auff\u00fchrungen in Baden-Baden im Festspielhaus, wo die Berliner Philharmoniker mit Rattle zu Gast waren, zu \u00fcbernehmen. Zu repetieren hatte ich mit Rattle leider nur eine Probe, die allerdings leicht von der Hand ging, weil Rattle so freundlich war, einen guten Plan vom St\u00fcck hatte und immer noch Energie f\u00fcr den ein oder anderen Witz hatte. Das war k\u00fcnstlerisch eine sch\u00f6ne Begegnung. Ich hatte das Gef\u00fchl, es war ein sehr freies Musizieren, gleichwohl ich bestimmt Herzklopfen hatte, alles richtig zu machen und irgendwie m\u00f6glichst auswendig zu spielen und m\u00f6glichst viel mit den Augen an seinen H\u00e4nden zu kleben. Ich kann mich bei ihm erinnern, dass ich mich sehr ermutigt gef\u00fchlt hatte zu spielen. Das f\u00fchlte sich gut an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>M\u00f6chtest du etwas \u00fcber das Hawaii Opera Theatre sagen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerne! Ich hatte das Gl\u00fcck, \u00fcber einen Professor an der Hochschule in Detmold, Prof. Ivan T\u00f6rzs, der sehr regelm\u00e4\u00dfig am Hawaii Opera Theatre dirigiert hat, dorthin vermittelt zu werden. Es war eine Art Austausch \u00fcber die Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erfahrungsgem\u00e4\u00df gibt es w\u00e4hrend einer Probenzeit f\u00fcr eine Neuproduktion eine Zeit, in der sich alle gegenseitig auf die Nerven gehen. Bei sechs Probenwochen ist das oft so in der dritten Woche der Fall. Das ist ganz normal und geh\u00f6rt zum kreativen Prozess immer dazu. Auf Hawaii fiel das sehr milde aus, da einfach alle gut gelaunt dar\u00fcber sind auf Hawaii zu sein! Es war eine ganz besondere Arbeitsatmosph\u00e4re, vor allem wegen der Umst\u00e4nde: wenn man abends Zeit hatte, ging man kurz ans Meer und sah einen wunderbaren Sonnenuntergang. Ich w\u00e4re froh, mal wieder da zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Opernchor des Hawaii Opera Theatre ist richtig goldig und mit sehr viel Herz bei der Sache. \u201eThe Spirit of Aloha\u201c \u2013 das k\u00f6nnten wir an unseren deutschen Theatern auch immer gebrauchen und auch gemeinsam erzeugen, aber so extrem geht das wahrscheinlich nur auf Hawaii.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1248\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-300x169.png 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-768x432.png 768w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-750x422.png 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-400x225.png 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-430x242.png 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-150x84.png 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2-100x56.png 100w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jan-2.png 1334w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Jan Croonenbroeck bei der Arbeit: ein Ausschnitt aus dem Filmischen Musiktheaterprojekt \u201eDichterliebe\u201c. Copyright: Fabio Stoll<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Beim Vorsingen achte ich darauf, ob es mich irgendwie ber\u00fchrt, ob die Intonation stimmt und wie es technisch bew\u00e4ltigt wird. Die wichtigste Frage ist nat\u00fcrlich, interessiert es mich, denjenigen auf der B\u00fchne zu h\u00f6ren und auch zu sehen?<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Was w\u00fcrdest du am deutschen Theatersystem \u00e4ndern?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe das Gef\u00fchl, dass schon l\u00e4nger zur Diskussion steht, etwas bei den Castingsituationen zu ver\u00e4ndern. Wenn es um eine Chor- oder Orchesterstelle geht ist es wichtig zu testen, wie jemand sich in eine Gruppe einbringt, was eine andere Kompetenz erfordert als die Frage, wie glanzvoll derjenige ein bestimmte Solonummer vortragen kann. Es erscheint mir manchmal als ungl\u00fccklich, dass die erste Runde immer aus diesen vorgeschriebenen Solokonzerten besteht, die manchmal schon eine dicke Schicht von schlechten Erfahrungen an schlechten Tagen an sich haben. Das ist so ein Teufelskreis. Damit k\u00f6nnen sich einige Kandidat*innen nicht mehr bestm\u00f6glich pr\u00e4sentieren, die somit durchs Raster fallen. Ich glaube, vielen Sopranistinnen geht es zum Beispiel mit der Arie \u201eAch, ich f\u00fchl\u2018s\u201c aus der Zauberfl\u00f6te so, die sie wahrscheinlich schon fr\u00fch im Gesangsunterricht gemacht wurde und die dadurch noch mit alten Fehlern behaftet ist. Es ist sehr schwierig, diese alten Erfahrungen abzulegen. Es ist schade, dass sie aber dennoch immer darauf festgelegt werden m\u00fcssen. Auf der anderen Seite ist zugegebenerma\u00dfen der Vergleich gut, dass jeder das Gleiche vortr\u00e4gt. Aber ich glaube, das w\u00e4re eine Sache, die man weiterentwickeln soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Worauf achtest du beim Casting eines S\u00e4ngers? Was ist f\u00fcr dich beim Coaching am wichtigsten?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Vorsingen achte ich darauf, ob es mich irgendwie ber\u00fchrt, ob die Intonation stimmt und wie es technisch bew\u00e4ltigt wird. Die wichtigste Frage ist nat\u00fcrlich, interessiert es mich, denjenigen auf der B\u00fchne zu h\u00f6ren und auch zu sehen? Das ist sicherlich ein Aspekt, der auch in Coachings eigentlich unter dem Strich immer wichtig ist. So wichtig alle Details auch sind, welche davon sind die, die daf\u00fcr sorgen, dass ein Zuh\u00f6rer\/eine Zuh\u00f6rerin im Publikum sich davon ber\u00fchren lassen kann? Es ist unsere Pflicht, das immer wieder von au\u00dfen zu betrachten und zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Es ist immer ein kleines Vergn\u00fcgen, so orchestral wie m\u00f6glich zu spielen. Zum Beispiel einen Akkord vom tiefen Blech oder den Streichern mit dieser gewissen Verz\u00f6gerung, die der Orchesterapparat auch h\u00e4tte, zu spielen. Als Repetitor merkt man wie gut ein Dirigent eine Partitur beherrscht und als Dirigent merkt man ebenso, ob der Repetitor auch die Partitur kennt oder nur den Klavierauszug.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Was w\u00fcnscht du dir von einem Regisseur\/einer Regisseurin?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von einem Regisseur wie auch von einem Dirigenten w\u00fcnsche ich mir in erster Linie, dass sie das St\u00fcck am besten von allen kennen. Ein hoher Anspruch. Aber das ist Voraussetzung daf\u00fcr, dass sie oder er uns sagen kann, was er wie will. Wenn es schon nicht der Regisseur ist, dann sollte der Dramaturg an seiner Seite alles M\u00f6gliche \u00fcber das St\u00fcck wissen und blo\u00df nicht locker lassen mit dem positiven Einfluss auf die Arbeit. Ein Konzept soll wirklich Hand und Fu\u00df haben um im besten Fall alle Produktionsbeteiligten zu \u00fcberzeugen und somit zu vereinen. Dann k\u00f6nnen wir eine Geschichte so erz\u00e4hlen, wie sie vielleicht vorher nie erz\u00e4hlt worden ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist ein Ideal, das nur selten erreicht wird. Es ist immer traurig, wenn das aus verschieden Gr\u00fcnden nicht wirklich gelingt und Musik und Regie dann nicht an einem Strang ziehen. Das f\u00fchlt sich immer etwas unangenehm an und genauso f\u00fchlt es sich pr\u00e4chtig an, wenn es gut zusammengeht. Dann ist es ein gro\u00dfes Gef\u00fchl von Theatergemeinschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Als Repetitor, was erwartest du von einem Dirigenten?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Dirigent soll einfach die Partitur noch besser kennen als ich, wenn ich Klavier spiele. Dann kann es echt richtig Spa\u00df machen, f\u00fcr den zu spielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist immer ein kleines Vergn\u00fcgen, so orchestral wie m\u00f6glich zu spielen. Zum Beispiel einen Akkord vom tiefen Blech oder den Streichern mit dieser gewissen Verz\u00f6gerung, die der Orchesterapparat auch h\u00e4tte, zu spielen. Als Repetitor merkt man wie gut ein Dirigent eine Partitur beherrscht und als Dirigent merkt man ebenso, ob der Repetitor auch die Partitur kennt oder nur den Klavierauszug. Ich kenne das ja aus beiden Richtungen. Im besten Fall kann man sich da gut verb\u00fcnden, weil Dirigent und Pianist beide gro\u00dfe Lust auf das Werk haben und genau wissen, was sie tun. Dann sind auch Proben ohne Orchester sehr erf\u00fcllend.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Ich habe das Gef\u00fchl, dass gerade alles sehr auf einem Pr\u00fcfstand ist, vor allem inhaltlich, weil wir uns als Gesellschaft immer wieder neu definieren.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n\n\n<p><em>Was ist die Zukunft f\u00fcr die Oper besonders in Deutschland und wie wird sie in 100 Jahren aussehen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass Oper nie aufh\u00f6rt, die Leute zu faszinieren und dass auch in 100 Jahren weiterhin Oper&nbsp; gespielt wird. Ich glaube, dass diese Corona-Pandemie uns sicherlich vor gro\u00dfe Aufgaben stellt, auch noch f\u00fcr die kommenden Jahre. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es aufh\u00f6ren wird, die Menschen zu faszinieren, wenn wir alle zusammentreffen um gro\u00dfem Orchester, Kost\u00fcm und B\u00fchne und mit wahnsinnig starken St\u00fccken und tollen Stimmen im Musiktheater Geschichten erz\u00e4hlen. Denn der Mensch braucht immer Geschichten \u2013 das kann nicht aufh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist sehr spannend, was sich von unserem heutigen Repertoire h\u00e4lt und was nicht. Ich habe das Gef\u00fchl, dass gerade alles sehr auf einem Pr\u00fcfstand ist, vor allem inhaltlich, weil wir uns als Gesellschaft immer wieder neu definieren. Da gibt es offene Fragen: wie gehen wir um mit Political Correctness bei Operettenstoffen, die landl\u00e4ufig nie ohne Zigeuner auskommen oder was machen wir mit dem Frauenbild vergangener Epochen. Was interessiert uns heute an den klassischen Dreiecksgeschichten mit \u201aTenor liebt Sopran, Bariton ist aber dagegen\u2018? Es wird sich herausstellen, was davon weiterhin \u00fcberleben wird und dann auch was von den Urauff\u00fchrungen der letzten 60 Jahre uns weiterhin interessiert und bewegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin zuversichtlich, dass es weiterhin Opern geben wird, die, sogar wenn sie wom\u00f6glich eine doofe Story haben, aber dazu geniale Musik, das Zeug dazu haben auch ewig zu \u00fcberdauern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkungen<\/p>\n<ol>\n<li>Der GMD (Generalmusikdirektor) ist der Chefdirigent*in eines deutschen Opernhauses. Er\/sie hat das Vorrecht, was er\/sie zu dirigieren hat und ist die oberste musikalische Instanz in allen musikalischen Angelegenheiten des Hauses.<\/li>\n<li>Der Studienleiter in einem deutschen Opernhaus (im englischsprachigen Raum oft als &#8216;Head of Music&#8217; bezeichnet), ist f\u00fcr die musikalische Vorbereitung der S\u00e4nger und alle Planungen, die diese betreffen, verantwortlich. Er\/sie ist auch f\u00fcr die Korrepetitoren und die Pflege der Musikinstrumente im Theater verantwortlich. Die Position wird oft mit der des Kapellmeisters kombiniert.<\/li>\n<li>Der Kapellmeister ist ein Dirigent in einem Theater, der oft mehrere Auff\u00fchrungen in der Spielzeit dirigiert, sei es als &#8220;Nachdirigate&#8221; (\u00dcbernahme des Dirigats einer bestehenden Auff\u00fchrung mit wenig oder gar keiner Einstudierung mit dem Orchester) oder als eigenes Projekt.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe Jan Croonenbroeck bei meiner Arbeit in Darmstadt kennengelernt, wo er seit 2018 Studienleiter und Kapellmeister am Staatstheater ist. 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