{"id":1224,"date":"2021-02-13T05:12:00","date_gmt":"2021-02-13T05:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/?p=1224"},"modified":"2021-02-15T20:06:46","modified_gmt":"2021-02-15T20:06:46","slug":"karola-schmid-sopran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/?p=1224","title":{"rendered":"Karola Sophia Schmid ~ Sopran"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: center;\">Karola Sophia Schmid ist eine deutsche Sopranistin, die derzeit Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt ist, wo sie Rollen wie Pamina [Die Zauberfl\u00f6te] und Marzelline [Fidelio] gesungen hat. In den Spielzeiten 2017\/18 und 2018\/19 war sie Opernstudio-Stipendiatin am Staatstheater Kassel und sang dort Rollen wie Musetta [La Boh\u00e8me], Nannetta [Falstaff] und Anna Reich [Die Lustigen Weiber von Windsor].<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sie gastierte am Nationaltheater Mannheim, an der Staatsoper Hannover, am Staatstheater N\u00fcrnberg, am Theater Erfurt, am Theater Magdeburg und in vielen Produktionen am Theater Kiel. Wir lernten uns w\u00e4hrend unserer gemeinsamen Arbeit in Darmstadt kennen und trafen uns, um \u00fcber das Leben als Sopranistin zu sprechen, wie sie ihren ersten Durchbruch hatte und wie sie heute ihre Karriere aufrecht erh\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Deutsche Version mit Sonja B\u00fchling<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-682x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1212\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-682x1024.png 682w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-200x300.png 200w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-750x1126.png 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-400x601.png 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-430x646.png 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-150x225.png 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie-100x150.png 100w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Karola-Sophia-Schmid-Portrait-3-Kopie.png 756w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><figcaption>Foto: Claudia Adolphs<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong> Wenn ich anderen jungen S\u00e4ngern und auch mir selbst einen Rat geben m\u00fcsste, dann w\u00e4re es, nie zu versuchen zu singen, um alles richtig zu machen oder die richtige Technik zu haben. Stattdessen sollte man immer seine Technik einsetzen, um etwas aussagen zu wollen, sonst macht das, was man tut, keinen Sinn oder ist leer.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Wenn du nicht S\u00e4ngerin geworden w\u00e4rst, was w\u00e4re dann dein Traumberuf gewesen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist wirklich schwierig, weil es so viele gibt! Ich glaube, ich w\u00e4re Autorin geworden, weil ich fr\u00fcher sehr gerne viel geschrieben habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Welche eine Sache w\u00fcrdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Darf ich meinen Freund sagen?! Vielleicht sollte ich ihn nicht als Ding bezeichnen! Wahrscheinlich ein richtig gutes Buch. Oder einfach ein leeres Buch und einen Stift.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Welcher Song bringt dich auf die Tanzfl\u00e4che?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jede Salsa- oder Latino-Musik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hast du einen Lieblingskomponisten?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mozart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Lieblingsoper?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist schwer. Da gibt es mehrere, aber unter ihnen sind definitiv \u201eDie Zauberfl\u00f6te\u201c, \u201eCosi fan tutte\u201c und \u201eDon Giovanni\u201c. Ich habe \u201eDie Zauberfl\u00f6te\u201c gesungen und hoffe, dass ich bald \u201eDon Giovanni\u201c singen werde &#8211; wir werden sehen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Kannst du deinen Hot Toddy in drei Worten beschreiben?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe leider keinen hier, aber ich liebe einen wirklich trockenen, franz\u00f6sischen Rotwein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"691\" height=\"604\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Musetta-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1213\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Musetta-2.png 691w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Musetta-2-300x262.png 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Musetta-2-400x350.png 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Musetta-2-430x376.png 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Musetta-2-150x131.png 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Musetta-2-100x87.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 691px) 100vw, 691px\" \/><figcaption>Karola as Musetta with Hansung Yoo in Puccini&#8217;s <em>La Boh\u00e8me <\/em>at Staatstheater Kassel.<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Sie haben mir damals einen gro\u00dfen Vertrauensvorschuss geschenkt, weil ich noch nie etwas auf der Opernb\u00fchne gemacht hatte.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Wie bist du zur Oper gekommen und warum hast du dich daf\u00fcr entschieden, das beruflich zu machen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich jung war, war ich ein gro\u00dfer Fan von Musicals. Ich fing an, Gesangsunterricht zu nehmen, was alle in meinem Umfeld \u00fcberraschte, denn ich hatte zwar lange Zeit Klavier gespielt, aber nicht gesungen, und niemand in meiner Familie machte Musik. Aber ich wollte einfach singen, und das hat sich dann automatisch vom Musical zur Oper verschoben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich glaube nicht, dass ich jemals wirklich die Idee in Frage gestellt habe, das professionell zu machen, ich musste es einfach tun. Ich habe meinen Bachelor in Hamburg in Gesang gemacht und dann meinen Master an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste in Berlin in Operngesang. Das ist der normale Werdegang in Deutschland. Im Bachelor macht man Oper, Lied und Oratorium, und im Master kann man sich dann entscheiden, was man weitermachen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Wie hast du den schwierigen Sprung vom Studium zum Berufseinstieg geschafft?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich hatte das gro\u00dfe Gl\u00fcck, schon w\u00e4hrend des Studiums am Kieler Opernhaus zu arbeiten. Das war ein ziemlicher Zufall, denn w\u00e4hrend ich noch in Hamburg meinen Bachelor machte, hatte ich geh\u00f6rt, dass sie ein Vorsingen f\u00fcr kleine Rollen veranstalteten, die Studenten \u00fcbernehmen konnten. Ich hatte dort keinerlei Beziehungen und wusste nicht viel dar\u00fcber, also rief ich einfach die Frau an, die daf\u00fcr zust\u00e4ndig war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie kannte mich ein bisschen, weil sie in Hamburg unterrichtet hat. Ich sagte, dass ich gerne vorsingen w\u00fcrde, und dann rief sie mich ein paar Tage sp\u00e4ter an und fragte, ob ich am n\u00e4chsten Tag zum Vorsingen kommen k\u00f6nnte, weil jemand abgesagt hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich ging hin und es war f\u00fcr eine winzige Rolle in einer Oper von Lully namens \u201eAtys\u201c. Ich hatte die winzige Rolle der Flore. Der Dirigent war Ruben Dubrovsky, der gro\u00dfartig war. Weil ich recht gut Franz\u00f6sisch spreche, bat er mich, die Rolle der Sangaride zu lernen, eine der gro\u00dfen Rollen, weil es niemanden gab, der sie abdeckte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vier Monate sp\u00e4ter war die Sopranistin krank, was auch ein gro\u00dfer Zufall war, weil sie normalerweise nie krank ist. Das Theater rief mich an und fragte, ob ich die Rolle innerhalb von f\u00fcnf Tagen einstudieren k\u00f6nnte. Sie haben mir damals einen gro\u00dfen Vertrauensvorschuss geschenkt, weil ich noch nie etwas auf der Opernb\u00fchne gemacht hatte. Ich war 22 und habe dem Operndirektor<sup>1<\/sup> einfach gesagt: &#8216;Ja, ich kann das, keine Sorge&#8217;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Danach habe ich erst einmal Luft geholt und gedacht &#8216;kann ich das wirklich?!&#8217; Aber es hat gut geklappt und von da an habe ich dort immer Gastrollen bekommen. Ich glaube, das hat mir sehr geholfen, denn als ich mit meinem Master fertig war, hatte ich schon ein bisschen Erfahrung und ich glaube, das hat es etwas leichter gemacht, danach Arbeit zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Wie war es danach, am Theater in Kassel zu arbeiten?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die erste Rolle, die ich dort \u00fcbernommen habe, war Musetta als Wiederaufnahme<sup>2<\/sup> und wir hatten nur zwei Wochen Probenzeit. Ich habe mir die Rolle mit einer anderen Sopranistin geteilt, daher war es gut, dass ich vorher schon B\u00fchnenerfahrung hatte. Andernfalls, wenn man sonst noch nie etwas Gro\u00dfes auf der B\u00fchne gesungen hat und das dann ohne Proben macht, k\u00f6nnte es etwas stressig werden. Ich habe auch an anderen Orten gastiert und danach in Darmstadt angefangen zu arbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"720\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/nannetta1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1214\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/nannetta1.jpg 480w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/nannetta1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/nannetta1-400x600.jpg 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/nannetta1-430x645.jpg 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/nannetta1-150x225.jpg 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/nannetta1-100x150.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption>Als Nannetta in Verdis <em>Falstaff<\/em> am Staatstheater Kassel. \u00a9 N. Klinger<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Generell denke ich, dass es am Anfang schwierig ist, die Balance zu finden zwischen dem Respekt davor, dass man mit unglaublich talentierten Leuten zusammenarbeitet, die schon jahrzehntelange Erfahrung in der Branche haben, und andererseits dem Vertrauen darauf, dass das, was man k\u00fcnstlerisch empfindet, auch wertvoll und wichtig ist, obwohl man es vielleicht nicht seit Jahrzehnten gemacht hat.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Was sind die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten f\u00fcr eine junge S\u00e4ngerin, insbesondere f\u00fcr eine Sopranistin?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Konkurrenz, besonders f\u00fcr Soprane, ist so gro\u00df. Au\u00dferdem hat mich meine Familie immer extrem unterst\u00fctzt, und ohne sie w\u00fcrde ich das nicht machen. F\u00fcr mich ist das ein gro\u00dfer Faktor, und ich kann mir vorstellen, dass es noch schwieriger ist, wenn man die Unterst\u00fctzung seiner Familie nicht hat. Da meine Familie \u00fcberhaupt nicht in der Musikwelt zuhause ist, glaube ich, dass Menschen, die mit Eltern aufwachsen, die Musiker sind, auch lernen, sich in dieser Welt mit viel mehr Selbstsicherheit zu bewegen und mit mehr Selbstvertrauen zu sagen &#8220;Ich f\u00fchle diese Musik so, also ist sie richtig&#8221;, und das von Anfang an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei mir hat es ein bisschen l\u00e4nger gedauert, bis ich darauf vertraut habe, dass mein k\u00fcnstlerischer Instinkt genauso viel Wert und Bedeutung hat. Andererseits denke ich, dass das Aufwachsen in einer Familie ohne musikalischen Hintergrund f\u00fcr mich den Vorteil hatte, dass ich von niemandem gedr\u00e4ngt wurde und wirklich meinen eigenen Weg finden konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Generell denke ich, dass es am Anfang schwierig ist, die Balance zu finden zwischen dem Respekt davor, dass man mit unglaublich talentierten Leuten zusammenarbeitet, die schon jahrzehntelange Erfahrung in der Branche haben, und andererseits dem Vertrauen darauf, dass das, was man k\u00fcnstlerisch empfindet, auch wertvoll und wichtig ist, obwohl man es vielleicht nicht seit Jahrzehnten gemacht hat. Das kann eine Herausforderung sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hast du das Gef\u00fchl, dass die Theater, an denen du gearbeitet hast, dich zu Beginn deiner Karriere mehr h\u00e4tten unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, oder wurdest du gut unterst\u00fctzt?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe das Gef\u00fchl, dass ich ins kalte Wasser geworfen wurde, aber ich denke, das war gut f\u00fcr mich, denn man lernt irgendwie zu schwimmen. Ich denke schon, zumindest aus meiner Erfahrung, dass die Musikhochschulen praxisorientierter sein k\u00f6nnten. Ich habe nicht wirklich viel gelernt au\u00dfer dem Singen an sich. Ich hatte ein Wochenende \u00fcber Vertragsrechte. Es muss f\u00fcr die Musikhochschulen schwer sein, die jungen S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger vom Studium zum n\u00e4chsten Schritt zu f\u00fchren, aber es w\u00e4re sinnvoll, mehr zu lernen. Wie bekommt man einen Agenten, wie pr\u00e4sentiert man sich beim Vorsingen? Diese Art von Fragen sind wichtig.<\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em>Wie hast du einen Agenten bekommen?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da ich schon ein bisschen den Fu\u00df in der T\u00fcr hatte, konnte ich die Leute zu meinen Auftritten einladen oder ich konnte ihnen sagen, was ich gemacht hatte und ihnen eine Aufnahme schicken. Meine erste Agentur fand ich, als ich in Kassel war, weil ein Kollege mich empfohlen hatte. Meine andere Agentin hatte mich schon ein paarmal singen geh\u00f6rt und wir hatten uns nach Auftritten unterhalten. Wir hatten immer gesagt, dass wir irgendwann mal ein richtiges Vorsingen machen sollten, damit ihre Kollegen mich auch h\u00f6ren konnten, also haben wir das gemacht. Ich w\u00fcrde sagen, Arbeit bringt Arbeit. Das ist manchmal wirklich hart, denn den Fu\u00df in die T\u00fcr zu bekommen, ist wirklich schwer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen, wenn man f\u00fcr sich selbst wei\u00df, dass man eine Rolle nicht machen oder eine bestimmte Chance nicht wahrnehmen kann, dann hat man recht. Auf der anderen Seite glaube ich nicht, dass sich jemand jemals zu 100 Prozent bereit f\u00fchlt; also wo immer es eine kleine Chance gibt, ist es wichtig zu sagen &#8216;hier bin ich, lass es mich versuchen&#8217;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>K\u00e4mpfst du manchmal mit deinen Nerven?<\/em><\/p>\n<p>Nicht bei Auftritten, nicht wirklich. Auch Vorsingen sind f\u00fcr mich meistens okay, weil ich es immer als den Moment sehe, in dem man wirklich man selbst sein kann. Es gibt niemanden, der dich so gut verk\u00f6rpern kann wie du selbst. Man kann also, ein bisschen zugespitzt ausgedr\u00fcckt, im besten Fall einfach hingehen und hoffentlich ein bisschen von &#8220;Hey, das bin ich&#8221; zeigen. Das ist ein Angebot. Wenn du es vermasselst, verletzt du niemanden au\u00dfer dich selbst. Wenn es nicht klappt, dann klappt es eben nicht, und daran muss man sich als Sopranistin sowieso gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufregender finde ich da den ersten Tag einer neuen Produktion: Wie ist die Stimmung, in welche Richtung geht es, wie ist das Team? Mit dem Zustandekommen des Vertrags hat das Theater ja Vertrauen in den S\u00e4nger gelegt, also kommt es jetzt darauf an, daf\u00fcr auch abzuliefern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"747\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-1024x747.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1215\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-1024x747.jpg 1024w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-768x560.jpg 768w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-1536x1120.jpg 1536w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-2048x1493.jpg 2048w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-750x547.jpg 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-400x292.jpg 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-430x314.jpg 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-150x109.jpg 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC05516-100x73.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Als Waldvogel in Wagner&#8217;s <em>Siegfried<\/em> am Theater Kiel. \u00a9 Olaf Struck<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>F\u00fcr mich geht es immer um die Art und Weise, wie die Emotionen der Figur in Musik umgesetzt werden. Wenn ich das verstehen kann, ist es leichter zu singen.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Wie hast du deine Karriere bisher durchgehalten?<\/em><\/p>\n<p>Es kann jederzeit passieren, dass keine Arbeit mehr kommt. Generell denke ich, dass es am wichtigsten ist, dass man nie das Gef\u00fchl haben darf, dass man es geschafft hat. Man muss immer weitermachen und versuchen. Das klingt ein bisschen nach einem Klischee, aber es ist wichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Wie findest du die Motivation, weiterzumachen?<\/em><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich schaffe ich es nicht immer, mich st\u00e4ndig zu pushen, aber sich vorzustellen &#8220;wie w\u00e4re es, wenn ich diese Rolle dort singen k\u00f6nnte?&#8221; hilft definitiv. Andere Leute zu sehen, motiviert einen auch. Wenn deine Freunde tolle Jobs bekommen, dann denkst du &#8216;cool, das will ich auch machen&#8217;. Aber letzten Endes denke ich, die gr\u00f6\u00dfte Motivation sind die Musik und die Momente auf der B\u00fchne selbst, denn sonst w\u00e4re es das nicht wert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hast du einen festen Karriereplan?<\/em><\/p>\n<p>Nein. \u00dcberhaupt nicht, was seltsam ist. Das Einzige, was ich definitiv sagen w\u00fcrde, ist, dass ich das Gef\u00fchl haben muss, dass das, was ich tue, gut ist &#8211; nat\u00fcrlich nicht perfekt, aber generell auf einem guten Niveau. Wenn ich mit dem, was ich tue, nicht zufrieden bin, habe ich zumindest Leute um mich herum, von denen ich viel lernen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich w\u00e4re nicht gl\u00fccklich mit dem Gef\u00fchl, irgendwo geparkt zu sein, mit dem Gef\u00fchl festzustecken, dass ich mir etwas vormache, dass ich zwar weitermachen kann, aber immer nur Mittelma\u00df sein werde. In diesem Fall w\u00fcrde ich es vorziehen, weniger finanzielle Sicherheit zu haben, aber von gro\u00dfartigen Menschen zu lernen, irgendwo zu sein, wenn etwas passiert. Ich muss mich zufrieden f\u00fchlen und das Gef\u00fchl haben, dass ich mit anderen tollen Leuten Musik mache. Wenn sie besser sind als ich, ist das auch toll, weil ich von ihnen lerne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hat sich deine Stimme schon ver\u00e4ndert und entwickelt, seit du angefangen hast? Siehst du, dass sie sich in Zukunft in eine bestimmte Richtung entwickeln wird?<\/em><\/p>\n<p>Ja, ich w\u00fcrde sagen, dass sich meine Stimme durch die Arbeit auf der B\u00fchne entwickelt hat. Ich habe immer noch Unterricht bei meiner Lehrerin und lerne von ihr, aber auch allein dadurch, dass man Proben und Vorstellungen macht und funktionieren muss, lernt man sich und seine Stimme sehr gut kennen, das bringt neben dem Gesangsunterricht auch eine unglaublich gro\u00dfe Erfahrung, die man nur durchs tats\u00e4chliche Arbeiten auf der B\u00fchne erlangen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe einfach das Gef\u00fchl, dass meine Stimme \u00fcber die Jahre geerdeter geworden ist, und ich denke auch, dass meine H\u00f6he \u00fcber dem hohen C einfacher geworden ist, so dass ich mich selbst in einer etwas lyrischeren Richtung mit Koloraturen gehen sehen k\u00f6nnte. Generell bin ich sehr gl\u00fccklich, eine tolle Lehrerin gefunden zu haben, die meine Stimme unglaublich gut kennt und der ich uneingeschr\u00e4nkt vertraue. Das ist wahnsinnig viel wert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Welche Art von Repertoire m\u00f6chtest du machen, das du noch nicht gemacht hast? Gibt es bestimmte Rollen, die du gerne spielen w\u00fcrdest?<\/em><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde gerne Susanna [<em>Le Nozze di Figaro<\/em>] oder Ilia [<em>Idomeneo<\/em>] singen. Ich liebe es auch, H\u00e4ndel zu singen, also w\u00fcrde ich gerne einige H\u00e4ndel-Rollen singen. Ich habe so viele Barockopern gemacht, aber durch irgendeinen Zufall nie eine H\u00e4ndel-Oper. Und dann w\u00e4re Gilda [<em>Rigoletto<\/em>] gro\u00dfartig. Generell f\u00fchle ich mich bei Mozart sehr &#8216;zu Hause&#8217;. Ich w\u00fcrde zum Beispiel in zehn Jahren gerne die Konstanze [Entf\u00fchrung aus dem Serail] machen. Dabei reizen mich die Rolle und die Musik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich geht es immer um die Art und Weise, wie die Emotionen der Figur in Musik umgesetzt werden. Wenn ich das verstehen kann, ist es leichter zu singen. Es gibt Arien, die in der Theorie technisch einfach sind, aber wenn ich sie singe, f\u00fchle ich mich unwohl oder wie ein blutiger Anf\u00e4nger, weil ich sie emotional nicht &amp;quot;verstehe\u201c. Wenn ich das Gef\u00fchl habe: \u201aIch wei\u00df genau, wie sich das anf\u00fchlt und was das in dir bedeutet\u2019;, dann ist es immer einfacher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ist dir die schauspielerische Seite schon immer in die Wiege gelegt worden, oder musstest du daran arbeiten?<\/em><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist ein Teil dessen, warum ich Operns\u00e4ngerin bin, die Schauspielerei und diese Momente auf der B\u00fchne. Deshalb ist die Oper in vielerlei Hinsicht einfacher f\u00fcr mich als Konzertgesang. Ich liebe es, wie in der Oper alles zusammenkommt und diese Einheit aus Musik, Text, Charakter und Geschichte bildet. Es bringt alles in einer Sache zusammen. F\u00fcr mich ist das ein sehr intensives Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"639\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-1024x639.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1218\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-1024x639.jpg 1024w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-768x479.jpg 768w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-1536x958.jpg 1536w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-2048x1278.jpg 2048w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-750x468.jpg 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-400x250.jpg 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-430x268.jpg 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-150x94.jpg 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC04129-100x62.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Als Urbain with Daniela Bruera in <em>Les Huguenots<\/em> von Meyerbeer am Theater Kiel. \u00a9 Olaf Struck<br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><em>Du hast einige Auftritte als &#8220;Einspringer&#8221; absolviert, bei denen du sehr kurzfristig eingesprungen bist. Wie sind diese im Vergleich zu einem l\u00e4ngeren Probenprozess? Wie ist das so?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich w\u00fcrde man nicht zu etwas ja sagen, von dem man in seinem Herzen wei\u00df, dass man es vermasseln wird. Ansonsten ist es einfach ein Prozess, bei dem man Schritt f\u00fcr Schritt lernt und von einer Sache zur n\u00e4chsten geht. Man ist fokussiert und wei\u00df, dass man funktionieren muss, also tut man es. Das kann manchmal diese zus\u00e4tzliche Energie geben. Es gibt immer Regieassistenten, die einen durch die Inszenierung f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was war die k\u00fcrzeste Probenzeit, die du je f\u00fcr ein Einspringer hattest?<\/em><\/p>\n<p>Ich hatte einen Einspringer f\u00fcr die Rolle der Karolka in [Janaceks] <em>Jenufa<\/em>, was keine gro\u00dfe Rolle ist, aber ich kam erst zwei Stunden vor der Vorstellung am Theater an und dann hatte die Regieassistentin auch noch ihre Notizen vergessen, also musste sie zu sich nach Hause gehen, um sie zu holen, um dann zur\u00fcckzukommen. Wir sahen uns gemeinsam das Video der Inszenierung auf ihrem Computer an, weil das Theater nicht in der Lage gewesen war, mir zwei Tage zuvor eines zu schicken, als ich zugesagt hatte, die Vorstellung zu machen. Es war dann eine Stunde vor der Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sahen uns das Video gemeinsam an und ich stellte fest, dass es eine andere Version war als die, die ich zuvor gemacht hatte. Ich hatte das Theater mehrmals gefragt, ob ihre Version definitiv die gleiche sei wie die, die ich zuvor gemacht hatte, und sie sagten ja, aber das war sie nicht! Das meiste war so, wie ich es gemacht hatte, aber es gab vier Momente, in denen entweder Takte weggelassen oder hinzugef\u00fcgt worden waren. Es war sehr stressig!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte ich es vorher auf Tschechisch gemacht und sie machten es auf Deutsch. Als sie mich im Vorfeld anriefen, sagten sie, dass ich es auf Tschechisch machen k\u00f6nnte, aber ich sagte, dass ich die deutschen W\u00f6rter lernen w\u00fcrde, obwohl es dadurch noch komplizierter wurde, die Rolle neu zu lernen. Ich hatte auch um eine Probe mit dem Dirigenten oder zumindest einem Pianisten gebeten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Ende war meine Probe so, dass der Dirigent zu mir kam, w\u00e4hrend ich geschminkt wurde, und einfach sagte: &#8220;Hallo, haben Sie irgendwelche Fragen? Ich musste nur sagen, &#8216;na ja, nicht wirklich&#8217; und er sagte &#8216;na dann, viel Gl\u00fcck!&#8217; und ging! Zum Gl\u00fcck war am Ende alles in Ordnung, obwohl ich im ersten Akt auch noch tanzen musste!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Welchen Rat hast du f\u00fcr junge S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es f\u00fchlt sich ein bisschen komisch an, Ratschl\u00e4ge zu geben, weil ich selbst noch am Anfang meiner Karriere stehe. Wenn ich anderen jungen S\u00e4ngern und auch mir selbst einen Rat geben m\u00fcsste, dann w\u00e4re es, nie zu versuchen zu singen, um alles richtig zu machen oder die richtige Technik zu haben. Stattdessen sollte man immer seine Technik einsetzen, um etwas aussagen zu wollen, sonst macht das, was man tut, keinen Sinn oder ist leer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Ich denke, Opernh\u00e4user haben sehr alte, hierarchische Strukturen. Ich sage nicht, dass sie keine Hierarchie brauchen, denn die Kunst braucht sie; sie kann keine gesetzesfreie Zone sein, aber einige Dinge m\u00fcssen reformiert werden.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Welche Ver\u00e4nderungen w\u00fcrdest du dir in der Opernwelt w\u00fcnschen?<\/em><\/p>\n<p>Ich denke, Opernh\u00e4user haben sehr alte, hierarchische Strukturen. Ich sage nicht, dass sie keine Hierarchie brauchen, denn die Kunst braucht sie; sie kann keine gesetzesfreie Zone sein, aber einige Dinge m\u00fcssen reformiert werden. Bei Daniel Cohen zum Beispiel, dem GMD<sup>3<\/sup> in Darmstadt, macht es so viel Spa\u00df, mit ihm zu arbeiten. Er ist eine erstaunliche F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit und er erlaubt den Leuten, die er f\u00fchrt, auch, Kunst zu schaffen und gleichzeitig seine Autorit\u00e4t aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt eine andere Gruppe von Leuten, die den Prozess des Theatermachens als einen Weg sehen, Macht zu demonstrieren, und das ist nicht wirklich, Kunst machen. Ich bin mir nicht sicher, ob man das \u00e4ndern kann, indem man die Struktur der Opernh\u00e4user ver\u00e4ndert. Vielleicht ist es nur eine altmodische Denkweise, die sich in den n\u00e4chsten Jahrzehnten sowieso \u00e4ndern wird. Jede Ver\u00e4nderung m\u00fcsste sorgf\u00e4ltig durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine andere Sache, die ich gerne \u00e4ndern w\u00fcrde, ist, dass es mehr Leute geben sollte, die nach den Auff\u00fchrungen kommen und sagen: &#8216;Ich habe es einfach nicht verstanden und ich war wirklich m\u00fcde, weil ich letzte Nacht nicht gut geschlafen habe&#8217; oder &#8216;es war nichts f\u00fcr mich&#8217;, wenn sie sich so f\u00fchlen. Das ist mir lieber als Leute, die sagen: &#8216;Das war sehr bedeutungsvoll f\u00fcr mich&#8217;, obwohl es das in Wirklichkeit nicht war, Leute, die auf eine k\u00fcnstlerische Art und Weise sprechen, um intelligenter und w\u00fcrdig zu erscheinen. Es ist wichtig, diese Spie\u00dfigkeit loszuwerden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe das Gef\u00fchl, dass, als ich an der Musikhochschule anfing, wir auch alle ein bisschen so waren, aber ich habe herausgefunden, dass mich das auf Dauer nicht gl\u00fccklich machte, und ich m\u00f6chte lieber etwas Echtes haben und eine echte Reaktion bekommen. Wir m\u00fcssen Theater so machen, dass jeder es verstehen kann &#8211; oder wenn es nicht immer logisch verst\u00e4ndlich ist, dass die Emotionen verstanden werden, nicht nur von jemandem, der eine Doktorarbeit \u00fcber Mozart-Opern geschrieben hat. Es darf weniger ein Ego-Trip f\u00fcr Regisseure sein, die nur zeigen wollen, dass sie etwas Intelligentes oder Ungew\u00f6hnliches machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Welche Eigenschaften erwartest du von einem guten Regisseur?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine wirklich gut durchdachte Personenf\u00fchrung f\u00fcr meine Rolle. Ich m\u00f6chte sehen, dass sie es wirklich durchdacht haben und dass die Art und Weise, wie sie die Charaktere erschaffen, wirklich Sinn macht, echt ist und nicht nur dem Zweck dient, etwas Neues zu machen. Ich habe immer das Gef\u00fchl, wenn es Regisseuren gelingt, sich an dieses Gef\u00fchl zu halten, im Denken und in der Art, wie sie die Emotionen der Figuren zeigen, echt zu sein, dann ist das immer klar, wenn man sich eine Auff\u00fchrung ansieht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich sage nicht, dass die Regie wieder so werden muss wie zu Zeiten von Elisabeth Schwarzkopf, wo es nur um den S\u00e4nger geht, der singt, aber ich denke, es gibt einige aufregende j\u00fcngere und \u00e4ltere Regisseure, die Ideen f\u00fcr Abende entwickeln, die fesselnder sind, und die nicht nur auftauchen, um &#8216;ein Regisseur zu sein&#8217;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um ein gro\u00dfartiger Regisseur zu sein, muss man gro\u00dfartige Inszenierungen schaffen wollen, anstatt nur ein gro\u00dfartiger Regisseur sein zu wollen. Man muss sich auf das St\u00fcck und die Musik einlassen. Ich habe das Gef\u00fchl, dass es manchmal eine Losl\u00f6sung von der Musik gibt. Jeder will seine eigene Version machen, was verst\u00e4ndlich ist, aber manchmal geht das zu weit von der Musik weg. Diese Komponisten sind nicht ohne Grund f\u00fcnfhundert Jahre sp\u00e4ter immer noch ber\u00fchmt. Ich denke, es ist immer am besten, wenn die Musik und der Text eine Einheit werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich mochte unsere \u201eDie Zauberfl\u00f6te\u201c in Darmstadt, weil ich das Gef\u00fchl hatte, dass sie einfach Sinn machte und nicht versuchte, die Leute zu beeindrucken &#8211; und es dann, ohne es zu versuchen, doch tat. Nat\u00fcrlich kann man extreme Ideen haben, wenn sie zu dem St\u00fcck passen, aber zu oft wird das gemacht, um die Leute zu beeindrucken. Wenn es Ihr Ziel ist, die Leute zu beeindrucken, dann ist das Beeindrucktsein nichts, was Sie mit der Kunst verbindet. Es schafft tats\u00e4chlich eine Distanz zwischen Ihnen und der Kunst, denn Sie sind hier, und die Kunst ist dort dr\u00fcben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1217\" srcset=\"https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-750x1125.jpg 750w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-400x600.jpg 400w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-430x645.jpg 430w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-150x225.jpg 150w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-100x150.jpg 100w, https:\/\/www.david-todd.co.uk\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Portrait-2-1-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption>Foto: Mona Dadari<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>&nbsp;Ich denke aber, dass wir im Moment in der Oper und in der Kunst hier in Deutschland extrem privilegiert sind, und ich hoffe, dass das so bleibt. Ich bin mir nicht sicher, dass es so bleiben wird.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n\n\n<p><em>Was sind die Qualit\u00e4ten, die du bei einem Dirigenten sehen m\u00f6chtest?<\/em><\/p>\n<p>Die besten Dirigenten \u00fcbertragen die Emotionen in der Musik auf die Menschen, die sie dirigieren, und dann transportieren sie sie zur\u00fcck zum Publikum. Es ist, als h\u00e4tten sie einen emotionalen Subtext f\u00fcr jede Phrase. Ich liebe diese Momente, in denen man singt und diese Verbindung zum Dirigenten hat und man wei\u00df, dass er dasselbe f\u00fchlt. Man atmet zusammen und wei\u00df: &#8216;Ah, das ist dieser Moment&#8217;. Auch wenn ein Dirigent so aussieht, als w\u00fcrde er jede Sekunde genie\u00dfen; das ist ansteckend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe schon erw\u00e4hnt, dass Daniel Cohen das in Darmstadt macht, aber auch Francesco Angelico, der GMD in Kassel. Ich habe auch mit [dem tschechischen Dirigenten] V\u00e0clav Luks gearbeitet. Er ist so fantastisch und hat dieses Ensemble, Collegium 1704, in Prag, und sie f\u00fchren Barockmusik auf. Wenn er dirigiert hat, hatte ich meine Arie, die ich emotional nicht so gut verstanden hatte, immer verstanden und besser gesungen. Ich singe immer besser, wenn diese ansteckende Energie da ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was denkst du, wie die Oper in 100 Jahren aussehen wird?<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist sehr schwierig! Ich mache mir definitiv Sorgen, dass es finanziell schlechter werden k\u00f6nnte, vor allem nach Corona. Ich denke aber, dass wir im Moment in der Oper und in der Kunst hier in Deutschland extrem privilegiert sind, und ich hoffe, dass das so bleibt. Ich bin mir nicht sicher, dass es so bleiben wird. Ich mache mir auch Sorgen, dass die Oper die Verbindung zu den Menschen, die jetzt aufwachsen, verliert. Wir brauchen Leute, die kommen und zuh\u00f6ren. Im besten Fall w\u00e4re es vielleicht toll, wenn es etwas Frischeres w\u00e4re, einfach ehrliche Kunst, die eine gewisse Verbindung zu den Menschen hat, die sie machen, und zu den Menschen, die sie sich anh\u00f6ren und ansehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich \u201eLa boh\u00e8me\u201c in Kassel gemacht habe, hatten sie immer diese Jugendgruppen, die ins Theater kamen, um Wochenend-Workshops zu machen, und am Ende gehen sie dann in die Auff\u00fchrung. Ein Kollege und ich wurden von ihnen eine Stunde lang interviewt und sie zeigten uns eine Auff\u00fchrung, die sie vorbereitet hatten. Ich habe das Gef\u00fchl, dass sie es so sehr gemocht haben, weil es ihnen naheging. Nach den Auff\u00fchrungen haben sie dann so sehr gejubelt. Ich habe das Gef\u00fchl, dass es wirklich wichtig ist, dass sich die Oper als etwas zeigt, das man anfassen kann und das den jungen Leuten nahe ist. Selbst wenn man nicht viel Erfahrung hat, finde ich es so wertvoll, wenn man zu einer Probe gehen kann oder selbst eine kleine Szene spielen kann oder jemandem zuh\u00f6rt, der drei Meter vor einem singt. Ich habe das Gef\u00fchl, dass Kinder das gerne haben w\u00fcrden. Ich h\u00e4tte das gemocht, auch wenn ich fr\u00fcher nichts mit der Oper zu tun hatte. Diese Altersgruppe der Teenager ist wichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich denke, wenn die Leute, die Oper machen, nicht echt sind und auf eine arrogante Art und Weise arbeiten, dann ist das der Tod der Oper. Ich m\u00f6chte in der Lage sein, das Gef\u00fchl zu haben, dass ich meine Freunde, die sich nicht f\u00fcr Oper interessieren, zu Dingen einladen kann, die ich mache, ohne Angst haben zu m\u00fcssen, dass sie sich langweilen. Letztendlich ist die Oper wirklich richtig cool und betrifft uns alle, aber viele Leute wissen es einfach nicht! Das ist manchmal ein wenig tragisch, und ich w\u00fcnschte, das w\u00fcrde sich in Zukunft \u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkungen<\/p>\n<ol>\n<li>Der Operndirektor in einem deutschen Theater (nicht zu verwechseln mit einem &#8216;Regisseur&#8217;, dem k\u00fcnstlerischen Operndirektor) leitet das gesamte Arbeitsumfeld f\u00fcr die Opernk\u00fcnstler im Theater. Manchmal sind sie auch an der Besetzung beteiligt.<\/li>\n<li>Eine Wiederaufnahme ist, wenn eine Inszenierung f\u00fcr eine zweite Spielzeit zur\u00fcckkehrt, meist weil sie in der ersten Spielzeit, in der sie uraufgef\u00fchrt wurde, so erfolgreich war.\u00a0<\/li>\n<li>Der GMD (Generalmusikdirektor) ist der Chefdirigent eines deutschen Opernhauses. Er hat das Vorrecht, was er zu dirigieren hat und ist die oberste musikalische Instanz in allen musikalischen Angelegenheiten des Hauses.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karola Sophia Schmid ist eine deutsche Sopranistin, die derzeit Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt ist, wo sie Rollen wie Pamina [Die Zauberfl\u00f6te] und Marzelline [Fidelio] gesungen hat. 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